Ziel(e)
Stärkung der Vereinbarkeit von Führungsverantwortung mit individuellen Lebensphasen, ohne die Funktionsfähigkeit der Organisation und die Führungswirksamkeit aus dem Blick zu verlieren.
Zielgruppe(n)
Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte und Personen, die eine Führungsfunktion anstreben
Inhalt
Die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt verändern sich und mit ihnen auch die Erwartungen an Arbeitgeber, die qualifizierte Personen gewinnen und langfristig halten wollen.
Teilzeitführung kann ein entscheidender Baustein sein, um Potenziale zu sichern und Führungskarrieren breiter zugänglich zu machen. Um darauf vorausschauend zu reagieren, erprobt das Land Oberösterreich ab 1. Jänner 2026 das Modell Führen in Teilzeit in einer dreijährigen Pilotphase.
Ziel ist es, praxistaugliche Erfahrungen zu sammeln und die Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass Führung auch mit reduziertem Stundenausmaß verlässlich und wirksam bleibt. Im Zentrum steht die Haltung, dass gute Führung nicht an der Zahl der Stunden gemessen wird, sondern an Orientierung, Klarheit und Vertrauen. Im Fokus stehen zeitlich begrenzte Lösungen, etwa für herausfordernde Lebensphasen, in denen zum Beispiel familiäre Verantwortung verstärkt gefragt ist.
Denkbar sind aber auch dauerhafte Teilzeitmodelle, sofern Aufgaben und Rahmenbedingungen es zulassen. Ein Beispiel für eine zeitlich begrenzte Lösung ist der Wiedereinstieg in die ursprüngliche Führungsposition nach der Elternkarenz in Teilzeit. Frühzeitige Abstimmungen und klare Übergangsregelungen sorgen dafür, dass die Rückkehr gut gelingen kann und alle Beteiligten verlässlich begleitet werden.
So wird der kontinuierliche Karriereweg unterstützt und der Schritt zurück in die Führungsverantwortung erleichtert. Das Modell soll einen wertvollen Beitrag zur Chancengerechtigkeit im Landesdienst leisten. Es eröffnet zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten und stärkt nachhaltige Karrierewege.
Projektinformationen
- Organisation
- Amt der Oö. Landesregierung • Direktion Personal • Abteilung Personal-Objektivierung
- Projektstart
- 2026
- Handlungsfeld(er)
- Beruf und finanzielle Absicherung ● Familie, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen ● Frauen in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schlüsselpositionen
- Das Projekt leistet einen Beitrag zu folgenden Indikatoren / Wirkungen aus der Frauenstrategie:
- Verringerung des Einkommens- und Pensionsunterschiedes (Gender Pay-Gap/Pensions Gap) von Frauen und Männern zB durch Unterstützung zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen ● Erhöhung des durchschnittlichen Einkommens von Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern ● Erhöhung des Frauenanteils in allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schlüsselpositionen ● Erhöhung der Väterbeteiligung am Karenzmodell der Eltern und Beteiligung an Pflege- und Kinderbetreuungsaufgaben
- Projektauswirkung(en)
- intern ● extern
- Projektdurchführung
- intern
- Kontakt
josef.morbitzer@ooe.gv.at, 0732772011256