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Ungleichheiten bekämpfen – Ein Projekt zur Reduktion ökonomischer Gewalt und digitaler Ausschlüsse

Ziel(e)

Das Ziel des Projekts ist die Reduktion ökonomischer Gewalt und digitaler Ausschlüsse

Zielgruppe(n)

Migrantische Frauen

Inhalt

Ökonomische Gewalt lässt sich nicht nur auf individueller Ebene verorten, sondern stellt ein strukturelles Problem dar. So wird diese Form der Gewalt durch Faktoren wie beispielsweise einen bestimmten Aufenthaltstitel, geringe Pensionsansprüche oder durch Abhängigkeiten zu Partner*innen verursacht. Die aktuelle wirtschaftliche Situation, die von steigenden Preisen und Inflation geprägt ist, belastet vor allem alleinerziehende Frauen, Migrantinnen und Menschen mit unsicherem Aufenthaltstitel.


Digitalisierungsprozesse bieten die Möglichkeit, ebendiese Gewaltstrukturen abzubauen oder gegenteilig zu verstärken. Zwar bietet die digitale Welt einerseits mehr Möglichkeiten zur Informationsaneignung, fehlen Informationen und Zugänge, um digitale Tools nutzen zu können, führt Digitalisierung für einzelne Personen oder Personengruppen viel mehr zu Ausschlüssen und führt zu Stabilisierung von Gewaltdynamiken.


Zahlreiche Formulare sind nur noch online auszufüllen, viele Behörden bevorzugen Nutzungen von Onlinekonten. Dies kann sehr herausfordernd sein und bedeutet für viele Menschen einen Ausschluss. Dieses Projekt zielt darauf ab, durch Zugang zu Information und Zugang zu digitalen Geräten Ungleichheiten, die durch Digitalisierungsprozesse gefördert werden, zu minimieren.
Weiter sollen jedoch auch Räume gewährleistet werden, in denen über ökonomische Abhängigkeiten, die durch Institutionen, rechtliche Rahmenbedingungen, Partner*innen und ebenfalls Digitalisierungsprozesse entstehen, gesprochen werden kann, Austausch stattfinden soll und bereits vorhandene Widerstandsstrategien besprochen und gemeinsam neue Strategien entwickelt werden.

Projektinformationen

Organisation
Verein maiz - Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen
Projektstart
2025
Handlungsfeld(er)
Wertschätzung und Frauensolidarität
Das Projekt leistet einen Beitrag zu folgenden Indikatoren / Wirkungen aus der Frauenstrategie:
Verringerung des Einkommens- und Pensionsunterschiedes (Gender Pay-Gap/Pensions Gap) von Frauen und Männern zB durch Unterstützung zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen ● Erhöhung der Anzahl von frauenfördernden Netzwerken in Oberösterreich und/oder Forcierung der Vernetzung von Frauen ● Verringerung der Anzahl der Frauen, die privat und im öffentlichen Raum von Gewalt betroffen sind und/oder Sensibilisierung zum Abbau von geschlechterspezifischer Gewalt
Projektauswirkung(en)
extern
Projektdurchführung
extern (Verein maiz - Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen)
Kontakt

maiz@servus.at, 0732/776070

Links